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Glossar

Die Begriffe, die im Gespräch fallen.

28 Begriffe aus Finanzierung, Steuern und Verwaltung, jeweils in zwei bis drei Sätzen erklärt. Zum Nachschlagen, wenn dir im Exposé oder beim Banktermin ein Wort begegnet, das du nicht einordnen kannst.

AfA
Absetzung für Abnutzung, umgangssprachlich Abschreibung. Jährlich absetzbarer Anteil des Gebäudewerts, in der Regel 2 % bei Baujahren ab 1925. Mindert das steuerliche Ergebnis, ohne dass Geld abfließt.
Annuität
Die gleichbleibende Jahresrate aus Zins und Tilgung. Der Zinsanteil sinkt über die Laufzeit, der Tilgungsanteil steigt entsprechend.
Anschlussfinanzierung
Die Finanzierung der Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung, zu den dann gültigen Konditionen.
Beleihungsauslauf
Verhältnis von Darlehen zu Objektwert, in Prozent. Wichtigste Stellschraube für den Zinssatz.
Beleihungswert
Der von der Bank angesetzte, dauerhaft erzielbare Wert des Objekts. Liegt in der Regel unter dem Kaufpreis.
Betriebskosten
Laufende Kosten des Objekts. Umlagefähige Positionen trägt der Mieter, nicht umlagefähige der Eigentümer.
Bruttomietrendite
Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis. Grobe Kennzahl ohne Kostenseite.
Cashflow
Was nach Miete, Rate und Kosten monatlich übrig bleibt oder fehlt. Bei finanzierten Anlagen anfangs häufig leicht negativ.
Eigenkapitalquote
Anteil des eingesetzten Eigenkapitals an den Gesamtkosten inklusive Kaufnebenkosten.
Eigenkapitalrendite
Ertrag im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital. Durch den Fremdkapitalhebel meist deutlich höher als die Mietrendite.
Erhaltungsaufwand
Reparaturen und Instandhaltung, steuerlich grundsätzlich sofort absetzbar, anders als Herstellungskosten.
Grunderwerbsteuer
Einmalige Steuer beim Kauf, je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 % des Kaufpreises.
Hausgeld
Monatliche Zahlung an die Eigentümergemeinschaft für Betriebskosten, Verwaltung und Instandhaltungsrücklage.
Indexmiete
Mietvereinbarung, bei der sich die Miete am Verbraucherpreisindex orientiert.
Instandhaltungsrücklage
Gemeinschaftlich angesparter Topf der WEG für künftige Sanierungen. Ihr Stand ist ein zentrales Qualitätssignal.
Kaufnebenkosten
Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Provision. Je nach Bundesland etwa 6 bis 12 % des Kaufpreises.
Kaufpreisfaktor
Kaufpreis geteilt durch Jahresnettokaltmiete. Zeigt, wie vielen Jahresmieten der Kaufpreis entspricht.
Mietgarantie
Zusage eines Garantiegebers, eine vereinbarte Miete für einen vereinbarten Zeitraum zu zahlen, auch bei Leerstand.
Nettomietrendite
Jahresmiete abzüglich nicht umlagefähiger Kosten, geteilt durch die Gesamtkosten. Aussagekräftiger als die Bruttomietrendite.
Nicht umlagefähige Kosten
Kosten, die der Eigentümer selbst trägt, vor allem Verwaltung und Instandhaltungsrücklage.
Off-Market
Objekte, die nicht öffentlich inseriert, sondern innerhalb von Netzwerken weitergegeben werden.
Sondereigentum
Der Teil einer Immobilie, der dir allein gehört, in der Regel die Wohnung selbst.
Sondertilgung
Vertraglich eingeräumte Möglichkeit, zusätzlich zur Rate zu tilgen, häufig bis 5 % der Darlehenssumme pro Jahr.
Sonderumlage
Zusätzliche Zahlung der Eigentümer, wenn die Instandhaltungsrücklage für eine Maßnahme nicht ausreicht.
Spekulationsfrist
Zehn Jahre. Nach Ablauf ist ein Veräußerungsgewinn im Privatvermögen grundsätzlich steuerfrei.
Teilungserklärung
Dokument, das ein Gebäude in Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum aufteilt und Sondernutzungsrechte regelt.
Tilgung
Der Teil der Rate, der die Restschuld senkt. Wirtschaftlich Vermögensaufbau, keine Kosten.
Zinsbindung
Zeitraum, für den der Sollzins festgeschrieben ist. Bei uns Standard: zehn Jahre.

Allgemeine Begriffserklärungen, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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